Geben Sie den jährlichen Beitrag und die erwartete Rendite ein. Der Rechner baut das Guthaben Jahr für Jahr auf, mit Anfangsstand, Einzahlung, Wertzuwachs und Endstand jedes Jahres.
So nutzen Sie den Altersvorsorge-Rechner
- Jährliche Einzahlung: Ihr gesamter Beitrag pro Jahr, einschließlich Arbeitgeberzuschuss oder staatlicher Zulagen. Zahlen Sie 300 € im Monat und der Arbeitgeber legt 100 € dazu, geben Sie 4.800 € ein.
- Zinssatz: die durchschnittliche jährliche Rendite nach Kosten, mit der Sie planen möchten. Voreingestellt sind 3 %.
- Zeitraum: die Jahre bis zum Ende Ihrer Einzahlungen, bis zu 50.
Das Ergebnis zeigt das Guthaben am Ende, die Summe der Einzahlungen und den Wertzuwachs. Die Tabelle zeigt jedes Jahr mit Anfangsstand, Einzahlung, Zuwachs des Jahres und Endstand.
So wird gerechnet
Jedes Jahr zahlt der Rechner Ihren Beitrag zu Jahresbeginn ein und verzinst dann das gesamte Guthaben. Das nächste Jahr startet mit diesem Endstand:
Endstand = (Anfangsstand + Einzahlung) × (1 + Rendite)
Mit den Standardwerten, 6.000 € pro Jahr zu 3 % über 15 Jahre:
- Jahr 1: 6.000 € Einzahlung, 180 € Zuwachs, 6.180 € am Jahresende.
- Jahr 2: 6.180 € plus 6.000 €, Zuwachs 365 €, Endstand 12.545 €.
- Jahr 15: Das Guthaben erreicht rund 114.941 €, davon 90.000 € Einzahlungen und rund 24.941 € Zuwachs.
Der jährliche Zuwachs steigt, weil er auf ein immer größeres Guthaben berechnet wird. Über lange Zeiträume kann der Zuwachs eines einzelnen Jahres die Einzahlung übersteigen.
Warum früh anfangen
Dieselben 6.000 € pro Jahr zu 3 %:
| Jahre | Eingezahlt | Endguthaben | Zuwachs |
|---|---|---|---|
| 15 | 90.000 € | 114.941 € | 24.941 € |
| 25 | 150.000 € | 225.318 € | 75.318 € |
| 30 | 180.000 € | 294.016 € | 114.016 € |
| 35 | 210.000 € | 373.656 € | 163.656 € |
Von 25 auf 35 Jahre kommen 60.000 € Einzahlungen und fast 150.000 € Guthaben hinzu. Bei höherer Rendite ist der Effekt noch größer: Zu 5 % werden aus denselben 6.000 € über 25 Jahre rund 300.681 €.
Umgekehrt gerechnet: Für 300.000 € bei 3 % brauchen Sie rund 6.100 € pro Jahr über 30 Jahre oder rund 10.800 € über 20 Jahre. Bei 5 % und 30 Jahren genügen rund 4.300 € pro Jahr.
Wenn Sie spät anfangen
Zeigt die Tabelle eine Lücke, helfen diese Hebel, ungefähr nach Wirkung geordnet:
- Den Jahresbeitrag erhöhen. Jede 1.000 € mehr pro Jahr bringen bei 3 % rund 19.157 € in 15 Jahren und rund 49.003 € in 30 Jahren.
- Einige Jahre länger arbeiten. Zwei oder drei Jahre mehr Einzahlungen und entsprechend weniger Entnahmen schließen eine große Lücke.
- Kosten senken. Ein Wechsel von teuren Verträgen zu günstigen ETFs erhöht die Nettorendite ohne mehr Risiko.
- Arbeitgeberzuschüsse zur betrieblichen Altersversorgung vollständig mitnehmen.
- Den Rentenbeginn hinausschieben. Jeder Monat nach der Regelaltersgrenze erhöht die gesetzliche Rente, was die Lücke verkleinert.
Welche Rendite ansetzen?
Die Rendite ist eine Annahme, kein Versprechen. Sie hängt von der Anlage ab:
- Ein aktienlastiges Depot hat langfristig mehr gebracht, mit starken Einbrüchen in einzelnen Jahren.
- Anleihen, Festgeld und klassische Versicherungen bringen weniger und schwanken kaum.
- Viele Vorsorgeprodukte schichten mit nahendem Rentenbeginn von Aktien in sichere Anlagen um, wodurch die erwartete Rendite sinkt.
Ziehen Sie die Kosten ab. Bei Riester- und Rürupverträgen sowie Rentenversicherungen unterscheiden sich Abschluss- und Verwaltungskosten erheblich, und ein Prozentpunkt pro Jahr macht über 25 oder 30 Jahre viel aus: 6.000 € pro Jahr über 25 Jahre ergeben rund 225.318 € bei 3 % und rund 259.870 € bei 4 %.
Für ein Ergebnis in heutiger Kaufkraft ziehen Sie die erwartete Inflation ab. Erwarten Sie 5 % Rendite und 2 % Inflation, geben Sie 3 % ein.
Vorsorgewege in Deutschland
Der Rechner passt zu jeder Anlage mit jährlichen Einzahlungen und wieder angelegten Erträgen. Die wichtigsten Wege in Deutschland sind:
- Betriebliche Altersversorgung: Beiträge aus dem Bruttogehalt bleiben bis zu Höchstgrenzen steuer- und sozialabgabenfrei, und der Arbeitgeber muss bei Entgeltumwandlung in der Regel einen Zuschuss zahlen, wenn er Sozialabgaben spart.
- Riester-Rente: staatliche Grundzulage, Kinderzulagen und gegebenenfalls ein Sonderausgabenabzug. Besonders attraktiv für Familien mit Kindern und Geringverdiener, aber oft mit hohen Kosten.
- Basisrente, auch Rürup-Rente: Beiträge sind bis zu einem jährlichen Höchstbetrag als Sonderausgaben absetzbar, interessant für Selbstständige und Gutverdiener. Das Kapital ist nicht vererbbar und wird nur als Rente ausgezahlt.
- Private Rentenversicherung: flexibel, aber oft teuer.
- ETF-Depot: keine Förderung, aber niedrige Kosten und volle Verfügbarkeit.
- Wohneigentum: Eine abbezahlte Immobilie senkt die Ausgaben im Alter, weil die Miete wegfällt, ersetzt aber kein liquides Vermögen für Reparaturen und Pflege.
Förderhöchstbeträge und Regeln ändern sich regelmäßig, und für die private Altersvorsorge sind Reformen angekündigt. Prüfen Sie die aktuellen Werte, bevor Sie verbindlich planen.
Rechenbeispiel betriebliche Altersversorgung
Angenommen, Sie wandeln 200 € Ihres Bruttogehalts im Monat in eine Betriebsrente um. Weil der Betrag steuer- und abgabenfrei ist, sinkt Ihr Nettogehalt bei durchschnittlichem Einkommen nur um rund 100 € bis 120 €. Dazu kommt der Pflichtzuschuss des Arbeitgebers von 15 %, also 30 €. Im Vertrag landen damit 230 € im Monat oder 2.760 € im Jahr, obwohl Sie netto deutlich weniger verzichten. Geben Sie 2.760 € als jährliche Einzahlung ein und vergleichen Sie das Ergebnis mit einem ETF-Sparplan, für den Sie die volle Nettosumme aufwenden müssten. Bedenken Sie dabei die späteren Steuern und Krankenkassenbeiträge auf die Betriebsrente sowie die Kosten des Vertrags.
Riester-Zulagen richtig ansetzen
Bei der Riester-Rente zahlt der Staat Zulagen direkt in den Vertrag: eine Grundzulage pro Jahr und eine Kinderzulage für jedes kindergeldberechtigte Kind. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sie einen Mindesteigenbeitrag von 4 % des rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen, abzüglich der Zulagen. Tragen Sie im Rechner Ihren Eigenbeitrag plus alle Zulagen als jährliche Einzahlung ein. Die zusätzliche Steuerersparnis über den Sonderausgabenabzug fließt nicht in den Vertrag, sondern aufs Konto, und ist daher nicht Teil dieser Rechnung.
Steuern im Alter
Geförderte Verträge werden in der Auszahlungsphase besteuert: Betriebsrenten, Riester- und Basisrenten gehören dann zum steuerpflichtigen Einkommen, und auf Betriebsrenten fallen zusätzlich Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an. Bei einem ETF-Depot zahlen Sie Abgeltungsteuer auf die Gewinne beim Verkauf, mit Teilfreistellung für Aktienfonds. Das Endguthaben im Rechner ist also ein Bruttowert, von dem noch Steuern und Abgaben abgehen.
Wie viel brauchen Sie?
Ihre jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung zeigt, mit welcher gesetzlichen Rente Sie rechnen können, und erinnert daran, dass davon noch Steuern und Sozialabgaben abgehen. Die Differenz zu dem, was Sie im Alter monatlich brauchen, ist Ihre Rentenlücke. Multiplizieren Sie sie mit 12 und der Zahl der Jahre, die Sie abdecken wollen, dann passen Sie die jährliche Einzahlung im Rechner an, bis das Endguthaben ungefähr diese Summe erreicht.
Beispiel: Wollen Sie die gesetzliche Rente 25 Jahre lang um 600 € im Monat aufstocken, brauchen Sie rund 180.000 €, ohne Erträge während des Ruhestands. Bei 3 % erreichen Sie das mit rund 4.800 € pro Jahr über 25 Jahre. Beginnen Sie zehn Jahre später, brauchen Sie über 15 Jahre rund 9.400 € pro Jahr, fast das Doppelte.
Die Tabelle jährlich prüfen
Vergleichen Sie die Tabelle einmal im Jahr mit Ihrem tatsächlichen Guthaben. Liegen Sie vorne, können Sie den Kurs halten oder das Risiko senken. Liegen Sie hinten, weil die Börse gefallen ist, ist das kein Grund aufzugeben: Kursrückgänge bedeuten auch günstige Käufe für die nächsten Jahre. Haben Sie bereits Kapital angespart, rechnen Sie es separat als Einmalbetrag mit dem Festgeld-Rechner hoch und addieren es.
Für monatliche Raten mit jährlicher Erhöhung nutzen Sie den Rechner für monatliches Investieren. Für Geld, das Sie bald brauchen, passt der Sparplan-Rechner besser.
Ein letzter Tipp: Lassen Sie Ihr Rentenkonto bei der Deutschen Rentenversicherung klären, falls Lücken bestehen, etwa für Ausbildung, Kindererziehung oder Zeiten im Ausland. Fehlende Zeiten lassen sich oft noch nachweisen und erhöhen die gesetzliche Rente, bevor Sie die private Lücke berechnen. Das kostet nichts und lässt sich bequem online beantragen.
Der Rechner läuft in Ihrem Browser. Ihre Daten werden weder gespeichert noch übertragen.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich jährlich fürs Alter sparen?
Das hängt von Alter, Einkommen und erwarteter Rente ab. Als Anhaltspunkt: Bei 3 % braucht man rund 6.100 € pro Jahr über 30 Jahre für 300.000 € oder rund 10.800 € pro Jahr, wenn nur noch 20 Jahre bleiben. Je früher Sie anfangen, desto geringer der nötige Beitrag.
Welche Rendite ist realistisch?
Für ein ausgewogenes Portfolio über lange Zeit sind 2 % bis 5 % nach Kosten und vor Inflation eine vorsichtige Spanne. Setzen Sie weniger an, wenn Ihr Vertrag überwiegend sicher anlegt oder der Ruhestand nah ist. Rechnen Sie lieber mehrere Szenarien durch.
Lohnt sich eine Riester-Rente?
Vor allem für Familien mit Kindern und für Geringverdiener, weil die Zulagen dann einen großen Teil des Beitrags ausmachen. Bei hohen Kosten und ohne Kinder fällt die Bilanz oft schwächer aus. Vergleichen Sie die Effektivkosten verschiedener Verträge.
Warum geht der Rechner von Einzahlungen zu Jahresbeginn aus?
Weil das zwei häufigen Fällen nahekommt: einer Einzahlung im Januar oder monatlichen Beiträgen über das Jahr. Zahlen Sie stets im Dezember ein, ist das Ergebnis etwas niedriger. Ein halber Prozentpunkt weniger Rendite gleicht das ungefähr aus.
Ist die gesetzliche Rente berücksichtigt?
Nein. Der Rechner zeigt nur Ihr privates oder betriebliches Guthaben. Die Höhe Ihrer gesetzlichen Rente finden Sie in der jährlichen Renteninformation oder im Onlinekonto der Deutschen Rentenversicherung.
Basisrente oder ETF-Depot?
Die Basisrente bringt heute einen Steuervorteil, das Geld ist aber bis zur Rente gebunden, nicht vererbbar und wird später versteuert. Ein ETF-Depot bietet keine Förderung, ist aber flexibel und günstig. Für Gutverdiener und Selbstständige kann eine Kombination sinnvoll sein.

