Geben Sie Kreditbetrag, den angebotenen Zinssatz auf das Anfangskapital und die Laufzeit ein. Der Rechner findet den Zins auf die Restschuld, der dieselbe Monatsrate ergibt, damit Sie das Angebot mit einem normalen Bankkredit vergleichen können.
So nutzen Sie den Rechner
- Kreditbetrag: die finanzierte Summe, also Kaufpreis minus Anzahlung, plus mitfinanzierte Gebühren oder Versicherungen.
- Zins auf das Anfangskapital: der angegebene Jahreszins, der auf den gesamten Betrag über die gesamte Laufzeit gerechnet wird.
- Laufzeit: die Zahl der Jahre, bis zu zehn.
Das Ergebnis zeigt den gleichwertigen Zins auf die Restschuld, die Monatsrate, die Gesamtzinsen nach der Anfangskapital-Methode, die Zinsen bei gleichem Zins auf die Restschuld und die Mehrkosten der Methode.
So funktionieren Zinsen auf das Anfangskapital
Bei dieser Methode werden die Zinsen einmal auf den vollen Betrag für die ganze Laufzeit berechnet:
Zinsen = Kreditbetrag × Zinssatz × Jahre
Die Zinsen werden zum Kreditbetrag addiert, und die Summe wird in gleiche Monatsraten geteilt.
Mit den Standardwerten, 50.000 € zu 6 % über drei Jahre:
- Zinsen: 50.000 × 6 % × 3 = 9.000 €
- Gesamtbetrag: 59.000 €
- Monatsrate: 59.000 ÷ 36 = rund 1.639 €
Das Problem: Sie tilgen schon ab dem ersten Monat, aber die Zinsen wurden so berechnet, als würden Sie die vollen 50.000 € drei Jahre lang schulden. Im Durchschnitt schulden Sie nur etwa die Hälfte, deshalb liegen die tatsächlichen Kosten nahe dem Doppelten des angegebenen Zinses.
So wird der gleichwertige Zins ermittelt
Der gleichwertige Zins ist der Sollzins eines normalen Annuitätenkredits, bei dem Zinsen nur auf die Restschuld anfallen und der dieselbe Monatsrate ergibt. Der Rechner sucht ihn schrittweise. Im Beispiel entsprechen 36 Raten von 1.639 € auf 50.000 € einem Zins von 11,08 %.
Der Kredit „zu 6 %“ kostet also so viel wie ein normal berechneter Kredit zu 11 %. Zu echten 6 % auf die Restschuld kostete derselbe Kredit rund 4.759 € Zinsen statt 9.000 €, also rund 4.241 € weniger.
Warum der Unterschied so groß ist
Denken Sie an die Schuld über die Laufzeit. Bei einem normalen Kredit über 50.000 € und drei Jahre beginnt die Schuld bei 50.000 € und sinkt auf null, im Mittel schulden Sie gut die Hälfte. Die Anfangskapital-Methode ignoriert diese Abnahme und berechnet jeden Monat Zinsen auf 50.000 €. 6 % auf das Doppelte dessen, was Sie im Mittel schulden, ähneln fast 12 % auf das, was Sie wirklich schulden. Der genaue Wert liegt etwas darunter, bei 11,08 %, weil die Schuld beim Annuitätenkredit am Anfang langsamer sinkt.
Von Hand nachrechnen
Sie können das Ergebnis mit dem Kreditrechner prüfen. Geben Sie 50.000 €, drei Jahre und 11 % ein: Die Rate liegt knapp unter 1.639 €. Bei 11,2 % liegt sie knapp darüber. Der Zins, bei dem beide Raten übereinstimmen, ist der gleichwertige Zins, und genau diesen sucht das Werkzeug automatisch auf den Cent genau.
Typische Umrechnungen
| Zins auf Anfangskapital | Laufzeit | Gleichwertiger Zins | Zinsen auf 50.000 € |
|---|---|---|---|
| 4 % | 3 Jahre | 7,51 % | 6.000 € |
| 6 % | 3 Jahre | 11,08 % | 9.000 € |
| 6 % | 5 Jahre | 10,85 % | 15.000 € |
| 8 % | 3 Jahre | 14,55 % | 12.000 € |
Faustregel: Bei Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren ist der tatsächliche Zins knapp das Doppelte des Zinses auf das Anfangskapital. Die Laufzeit verändert den gleichwertigen Zins kaum, die Gesamtzinsen steigen aber mit jedem Jahr.
Sollzins, Effektivzins und Gesamtbetrag
Für Kredite an Verbraucher schreibt die Preisangabenverordnung vor, dass in der Werbung und im Angebot der effektive Jahreszins genannt wird. Unterscheiden Sie:
- Sollzins, früher Nominalzins: der vereinbarte Zins auf die Restschuld. Mit ihm berechnet sich die Rate eines normalen Kredits.
- Effektiver Jahreszins: enthält zusätzlich Kosten, die für den Kredit zwingend sind, und berücksichtigt die monatliche Zahlungsweise. Er ist die richtige Zahl für den Vergleich.
- Gesamtbetrag: alles, was Sie bis zum Ende zahlen, in Euro.
Der gleichwertige Zins dieses Rechners ist mit einem Sollzins vergleichbar. Der effektive Jahreszins liegt etwas höher, besonders wenn Pflichtversicherungen oder Gebühren hinzukommen.
Wann ein Zins sittenwidrig ist
In Deutschland gibt es keine feste gesetzliche Zinsobergrenze. Nach der Rechtsprechung kann ein Ratenkredit aber sittenwidrig und damit nichtig sein, wenn der effektive Zins etwa doppelt so hoch ist wie der marktübliche Zins oder ihn um rund zwölf Prozentpunkte übersteigt und weitere Umstände hinzukommen. Rechnen Sie ein Angebot mit Zinsen auf das Anfangskapital um, und liegt das Ergebnis weit über marktüblichen Ratenkreditzinsen, lassen Sie das Angebot von einer Verbraucherzentrale prüfen.
Wo diese Methode vorkommt
Deutsche Banken rechnen Kredite selten so, aber die Methode taucht auf bei:
- Finanzierungen über Autohändler oder Motorradhändler, besonders bei Gebrauchtwagen,
- Ratenzahlungen im Handel mit „Gebühren“ in Prozent,
- manchen Online-Anbietern für Sofortkredite oder Kauf auf Raten,
- Finanzierungen für Selbstständige und Unternehmen, bei denen oft ein fester Kostensatz auf den Betrag genannt wird.
Häufig nennt der Verkäufer nur die Monatsrate. Verlangen Sie den effektiven Jahreszins und den Gesamtbetrag, die in den Europäischen Standardinformationen für Verbraucherkredite stehen müssen.
Beispiel beim Autohändler
Sie kaufen ein Auto für 18.000 €, zahlen 8.000 € an und finanzieren 10.000 € „zu 5 %“ über zwei Jahre. Die Rate liegt bei rund 458 €. Sie ergibt sich aus 1.000 € Zinsen (10.000 × 5 % × 2), die zum Kredit addiert werden, und 11.000 € geteilt durch 24.
Mit 10.000 €, 5 % und zwei Jahren liefert der Rechner einen gleichwertigen Zins von rund 9,32 %. Ein Ratenkredit der Hausbank mit 7 % Sollzins über dieselbe Zeit kostete rund 745 € Zinsen, weniger als die 1.000 € beim Händler. Kommen Bearbeitungskosten oder eine Pflichtversicherung hinzu, wächst der Abstand.
Restschuldversicherung und andere Zusatzkosten
Bei Ratenkrediten im Handel wird oft eine Restschuldversicherung angeboten, die bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod die Raten übernimmt. Sie ist meist freiwillig, wird aber gern zusammen mit dem Kredit verkauft und mitfinanziert. Weil der Beitrag oft einmalig für die ganze Laufzeit berechnet und dem Kredit zugeschlagen wird, verteuert sie den Kredit erheblich. Ist sie freiwillig, fließt sie nicht in den effektiven Jahreszins ein, obwohl sie Ihre Rate erhöht. Rechnen Sie deshalb mit und ohne Versicherung und prüfen Sie, ob eine eigene Risikolebensversicherung günstiger ist.
Null-Prozent-Finanzierung
Angebote mit 0 % effektivem Jahreszins funktionieren meist, weil der Händler die Kosten trägt oder sie im Preis steckt. Vergleichen Sie den Preis mit dem Barpreis bei einem anderen Händler. Achten Sie auch darauf, ob mit der Finanzierung ein Rahmenkredit mit hohem Zins verbunden ist, der nach der Aktion weiterläuft. Zahlen Sie am Ende denselben Preis, ist das Angebot tatsächlich kostenlos.
Vorzeitige Rückzahlung
Bei einem normalen Kredit sparen Sie durch vorzeitige Rückzahlung die Zinsen der restlichen Monate. Bei Zinsen auf das Anfangskapital hängt die Ersparnis davon ab, wie der Anbieter die Restschuld berechnet. Bei Verbraucherkrediten haben Sie das Recht, jederzeit vorzeitig zurückzuzahlen. Die Kosten für die restliche Laufzeit sinken entsprechend, und die Entschädigung ist auf 1 % des vorzeitig zurückgezahlten Betrags begrenzt, wenn mehr als ein Jahr Restlaufzeit bleibt, sonst auf 0,5 %.
So vergleichen Sie Angebote
- Rechnen Sie jedes Angebot mit Zinsen auf das Anfangskapital hier um.
- Vergleichen Sie bei gleichem Betrag und gleicher Laufzeit.
- Addieren Sie Bearbeitungskosten und Pflichtversicherungen zum finanzierten Betrag.
- Berechnen Sie Rate und Zinsen im Kreditrechner mit dem gleichwertigen Zins.
Wie viel Ihr Einkommen trägt, zeigt Wie viel Kredit bekomme ich?, jede Rate einzeln der Tilgungsplan.
Nach Abschluss eines Verbraucherkredits haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht. Nutzen Sie diese Zeit, um in Ruhe nachzurechnen.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Anbieter den effektiven Jahreszins oder den Gesamtbetrag verschwiegen hat, können Sie sich an die Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes oder an die Schlichtungsstelle der Bankenverbände wenden. Bewahren Sie Werbung, Angebot und Vertrag sorgfältig auf, auch nach der letzten Rate noch einige Jahre.
Die Umrechnung läuft in Ihrem Browser. Ihre Daten werden nicht übertragen.
Häufige Fragen
Was sind Zinsen auf das Anfangskapital?
Eine Methode, bei der die Zinsen auf den gesamten Kreditbetrag für die gesamte Laufzeit berechnet werden, obwohl Sie jeden Monat einen Teil zurückzahlen. Dadurch ist der tatsächliche Zins deutlich höher als der genannte. International heißt das Flat Rate.
Sind 6 % auf das Anfangskapital teuer?
Über drei Jahre entspricht das 11,08 % auf die Restschuld. Das ist mehr, als viele Banken für einen Ratenkredit bei guter Bonität verlangen. Rechnen Sie immer um, bevor Sie vergleichen.
Warum ändert sich der gleichwertige Zins kaum mit der Laufzeit?
Weil die Zinsen im Verhältnis zu den Jahren steigen, genauso wie die Zeit zum Zurückzahlen. Beide Effekte gleichen sich fast aus. 6 % auf das Anfangskapital sind über drei Jahre 11,08 % und über fünf Jahre 10,85 %, die Zinsen steigen aber von 9.000 € auf 15.000 €.
Ist das erlaubt?
Die Rechenmethode an sich ist nicht verboten. Der Anbieter muss aber den effektiven Jahreszins und den Gesamtbetrag angeben. Irreführend ist der hervorgehobene Prozentsatz, nicht die Methode.
Ist der gleichwertige Zins der Effektivzins?
Nicht ganz. Er ist ein Sollzins, der mit dem eines normalen Kredits vergleichbar ist. Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich Pflichtkosten und liegt daher meist etwas höher.
Was tun, wenn ich nur die Rate kenne?
Multiplizieren Sie die Rate mit der Zahl der Monate und ziehen Sie den finanzierten Betrag ab: Das sind die Zinsen. Teilen Sie sie durch Betrag und Jahre, erhalten Sie den Zins auf das Anfangskapital, den Sie hier eingeben können. Noch besser: Verlangen Sie den Effektivzins schriftlich.

