Rechner für monatliches Investieren

Geben Sie den Monatsbetrag, die erwartete Rendite, die Anzahl der Jahre und, falls Sie die Rate jährlich erhöhen wollen, den Prozentsatz ein. Die Tabelle zeigt die Einzahlungen und den projizierten Wert am Ende jedes Jahres.

So nutzen Sie den Rechner

  1. Monatliche Investition: der Betrag, den Sie jeden Monat anlegen, etwa über einen ETF-Sparplan, einen Fondssparplan oder eine fondsgebundene Rentenversicherung.
  2. Erwartete Rendite: die durchschnittliche jährliche Rendite, die Sie testen möchten. Voreingestellt sind 6 %. Probieren Sie mehrere Werte, statt sich auf einen zu verlassen.
  3. Anlagedauer: die Jahre, in denen Sie einzahlen, bis zu 40.
  4. Jährliche Erhöhung: der Prozentsatz, um den Sie die Rate jedes Jahr anheben. 0 % steht für eine gleichbleibende Rate, 2 % oder 3 % halten mit Inflation oder Gehaltserhöhungen Schritt.

Das Ergebnis zeigt den geschätzten Endwert, die Summe der Einzahlungen und den geschätzten Gewinn. Die Jahrestabelle zeigt die Monatsrate des Jahres, die bisherigen Einzahlungen, den projizierten Wert und den Gewinn.

So wird die Projektion berechnet

Der Rechner zahlt Ihre Rate zu Beginn jedes Monats ein und lässt den Bestand um einen Monat Rendite wachsen, also die Jahresrendite geteilt durch zwölf. Das wiederholt er für jeden Monat. Bei einer jährlichen Erhöhung steigt die Monatsrate zu Beginn jedes neuen Jahres um den gewählten Prozentsatz.

Mit den Standardwerten, 1.000 € im Monat zu 6 % über zehn Jahre:

  • Eingezahlt: 120.000 €
  • Geschätzter Wert: rund 164.699 €
  • Geschätzter Gewinn: rund 44.699 €

Die ersten Raten haben am längsten Zeit zu wachsen: Die erste arbeitet 120 Monate, die letzte einen. Deshalb wachsen die Gewinne anfangs langsam und später schnell. Nach fünf Jahren haben Sie rund 10.119 € Gewinn, nach zehn Jahren rund 44.699 €.

Zeit wirkt stärker als der Betrag

Dieselben 1.000 € im Monat zu 6 % über unterschiedliche Zeiträume:

Jahre Eingezahlt Geschätzter Wert Gewinn
10 120.000 € 164.699 € 44.699 €
20 240.000 € 464.351 € 224.351 €
30 360.000 € 1.009.538 € 649.538 €

Von 10 auf 20 Jahre verdreifacht sich der Wert fast, nach 30 Jahren übersteigt der Gewinn die Einzahlungen. Vergleichen Sie jemanden, der 20 Jahre lang 2.000 € im Monat anlegt, mit jemandem, der 30 Jahre lang 1.000 € anlegt. Der Erste zahlt 480.000 € ein und hat am Ende rund 928.702 €. Der Zweite zahlt 360.000 € ein und hat etwas über eine Million. Früh anfangen ist der stärkste Hebel.

Welche Rendite ansetzen?

Die Rendite wirkt am stärksten und lässt sich am wenigsten steuern:

  • Weltweit gestreute Aktien haben über lange Zeiträume hohe Durchschnittsrenditen gebracht, mit starken Einbrüchen in einzelnen Jahren und ganzen Jahrzehnten unter dem Schnitt.
  • Eine Mischung aus Aktien und Anleihen hat weniger gebracht, mit milderen Rückschlägen.
  • Kosten verringern die Rendite direkt. Ein ETF mit 0,2 % laufenden Kosten verändert das Ergebnis kaum, ein aktiv gemanagter Fonds mit 1,5 % und mehr verschlingt einen großen Teil der Gewinne.
  • Inflation verringert die Kaufkraft. Für ein Ergebnis in heutigen Euro ziehen Sie die erwartete Inflation ab: 6 % minus 2 % ergibt 4 %.

Probieren Sie 4 %, 6 % und 8 %. Bei 1.000 € im Monat über zehn Jahre reicht die Spanne von rund 147.741 € bis rund 184.166 €. Planen Sie mit dem unteren Wert.

Die Wirkung der Kosten

Kosten wirken in jedem Jahr klein, summieren sich aber. Angenommen, der Markt bringt 6 % pro Jahr. Mit einem ETF für 0,2 % laufende Kosten bleiben 5,8 %. Mit einem Fonds, der zusammen mit Depot- und Vertragskosten 1,6 % kostet, bleiben 4,4 %. Bei 1.000 € im Monat über 30 Jahre:

  • Mit 5,8 %: rund 971.607 €
  • Mit 4,4 %: rund 748.479 €

Der Unterschied von über 220.000 € geht an die Anbieter. Schauen Sie vor dem Kauf auf die laufenden Kosten im Basisinformationsblatt und bei Versicherungslösungen zusätzlich auf Abschluss- und Verwaltungskosten.

Was die jährliche Erhöhung bewirkt

Die Rate jedes Jahr zu erhöhen, hat viel Wirkung, weil zusätzliches Geld investiert wird, solange es noch Jahre zum Wachsen hat. Mit 5 % Erhöhung pro Jahr werden aus 1.000 € im Monat zu 6 % über zehn Jahre rund 202.238 € statt 164.699 €. Sie zahlen 150.935 € statt 120.000 € ein. Ein Teil des Unterschieds ist also schlicht mehr Geld, der Rest die Rendite darauf.

Viele Broker bieten eine automatische Dynamik für Sparpläne an. Eine Erhöhung im Gleichschritt mit dem Gehalt fällt kaum auf, weil die Rate nie einen größeren Teil des Einkommens ausmacht als heute.

Die Jahrestabelle lesen

Die Tabelle hilft beim Setzen von Etappen. Mit 1.000 € im Monat zu 6 % überschreitet der Wert im siebten Jahr 100.000 €, und der Gewinn liegt im selben Jahr über 20.000 €. Vergleichen Sie sie jedes Jahr mit Ihrem Depotauszug. Liegen Sie zurück, weil die Börse ein schlechtes Jahr hatte, ist der Plan nicht gescheitert: Die Reihenfolge der Renditen war bisher ungünstig. Liegen Sie zurück, weil Sie den Sparplan pausiert haben, zeigt die Tabelle, wie viel Sie nachlegen müssten.

Steuern auf Fondserträge in Deutschland

Die Projektion ist vor Steuern. Für ETF und Fonds gilt:

  • Gewinne und Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
  • Für Aktienfonds mit mindestens 51 % Aktienanteil sind 30 % der Erträge steuerfrei, die sogenannte Teilfreistellung. Das senkt die effektive Steuerlast auf rund 18,5 %.
  • Bei thesaurierenden Fonds wird jährlich eine Vorabpauschale besteuert, die beim späteren Verkauf angerechnet wird.
  • Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr gilt für alle Kapitalerträge zusammen.
  • Ein Fondswechsel bedeutet Verkauf und Neukauf, Gewinne werden dabei versteuert. Ein Depotwechsel zu einem anderen Broker ist dagegen steuerneutral.

Einen ETF-Sparplan einrichten

Ein Sparplan ist schnell eingerichtet und läuft danach fast von selbst:

  • Wählen Sie einen Broker mit kostenlosen oder sehr günstigen Sparplänen. Viele Neobroker und Direktbanken verlangen keine Ordergebühr für Sparplanausführungen.
  • Wählen Sie einen breit gestreuten ETF, etwa auf einen Weltindex. Ein oder zwei ETFs genügen für die meisten Anleger.
  • Legen Sie Rate und Ausführungstag fest, am besten kurz nach dem Gehaltseingang.
  • Erteilen Sie dem Broker einen Freistellungsauftrag, damit der Sparerpauschbetrag genutzt wird.
  • Prüfen Sie das Depot einmal im Jahr, nicht jede Woche. Häufiges Nachschauen verleitet dazu, in schwachen Phasen auszusteigen.

Für Kinder anlegen

Ein Sparplan auf den Namen des Kindes, das sogenannte Junior-Depot, nutzt dessen eigenen Sparerpauschbetrag und den Grundfreibetrag. Bei kleinen Beträgen fällt so oft gar keine Steuer an. Bedenken Sie, dass das Geld dem Kind gehört und es mit 18 Jahren frei darüber verfügen kann. Alternativ legen Eltern in einem eigenen Depot für das Kind an und behalten die Kontrolle, nutzen dann aber ihren eigenen Freibetrag.

Wo das monatliche Investieren hingehört

Grenzen jeder Projektion

Echte Renditen kommen in unregelmäßiger Reihenfolge. Zwei Anleger mit derselben Durchschnittsrendite können je nach Zeitpunkt der guten und schlechten Jahre sehr unterschiedlich abschneiden, besonders kurz vor dem Ende. Monatliches Investieren hilft, weil Sie bei niedrigen Kursen mehr Anteile kaufen, den sogenannten Durchschnittskosteneffekt, beseitigt das Risiko aber nicht. Sehen Sie das Ergebnis als ein Szenario unter mehreren und überprüfen Sie Ihren Plan jährlich mit dem tatsächlichen Depotwert. Rückt ein Ziel auf weniger als fünf Jahre heran, schichten Sie schrittweise in sichere Anlagen um.

Legen Sie vor dem Start einen Notgroschen auf Tagesgeld an und lösen Sie teure Schulden ab. Wer Geld investiert, das er bald brauchen könnte, muss womöglich genau im ungünstigsten Moment verkaufen.

Viele Anleger setzen sich eine einfache Regel: Der Sparplan läuft weiter, egal was die Nachrichten sagen. Gerade in Krisenjahren kauft er die meisten Anteile zu niedrigen Kursen, und genau das zahlt sich später aus.

Die Projektion wird in Ihrem Browser berechnet. Nichts wird übertragen.

Häufige Fragen

Wie viel habe ich nach 20 Jahren mit 500 € im Monat?

Bei 6 % Rendite rund 232.176 €, davon 120.000 € eigene Einzahlungen. Bei 4 % wären es rund 184.000 €, bei 8 % rund 296.474 €. Die Rendite ist nicht garantiert, sehen Sie diese Werte als Szenarien.

Welche Rendite sollte ich annehmen?

Für ein breit gestreutes Aktienportfolio über mehr als 20 Jahre sind 4 % bis 6 % nach Kosten eine vorsichtige Spanne. Setzen Sie weniger an, wenn viele Anleihen im Depot sind oder der Zeitraum kurz ist. Nehmen Sie nicht die Rendite des Vorjahres als Maßstab.

Sind Kosten im Rechner enthalten?

Nein. Ziehen Sie sie von der Rendite ab. Erwarten Sie 6 % und kostet der ETF 0,2 %, geben Sie 5,8 % ein. Bei Fonds in Versicherungen ziehen Sie zusätzlich die Vertragskosten ab.

Lieber monatlich oder auf einmal investieren?

Haben Sie das Geld bereits, hat eine Einmalanlage historisch häufiger besser abgeschnitten, weil Märkte öfter steigen als fallen. Monatliches Investieren verteilt das Risiko, kurz vor einem Einbruch einzusteigen, und passt zu einem regelmäßigen Einkommen.

Was ist die Teilfreistellung?

Bei Aktienfonds mit mindestens 51 % Aktienquote bleiben 30 % der Erträge steuerfrei. Dadurch sinkt die Steuer auf Gewinne aus Aktien-ETFs gegenüber Zinsen deutlich. Bei Mischfonds gilt ein geringerer Satz.

Warum weicht meine Depotrendite vom Rechner ab?

Weil der Rechner jeden Monat dieselbe Rendite annimmt. In Wirklichkeit gibt es gute und schlechte Monate, und Ihre Raten fließen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ein. Depotauszüge zeigen außerdem Renditen, die mit einer Projektion zu festem Zins nicht immer vergleichbar sind.