Geben Sie Anlagebetrag, den angebotenen Zinssatz und die Laufzeit ein. Wählen Sie die Zinsgutschrift, die die Bank anwendet, oder einfache Zinsen, wenn die Zinsen jährlich ausgezahlt statt angesammelt werden.
So nutzen Sie den Festgeld-Rechner
- Anlagebetrag: die Summe, die Sie als Festgeld anlegen. Viele Banken verlangen mindestens 500 € bis 5.000 €.
- Zinssatz: der Zinssatz pro Jahr aus dem Angebot.
- Laufzeit: von drei Monaten bis zehn Jahren, in Vierteljahresschritten. 18 Monate entsprechen 1,5.
- Zinsgutschrift: wie oft die Zinsen dem Festgeld gutgeschrieben werden. Jährlich ist bei Festgeld mit Zinseszins üblich, monatlich gibt es seltener. Wählen Sie einfache Zinsen, wenn die Zinsen jedes Jahr auf Ihr Referenzkonto ausgezahlt werden.
Das Ergebnis zeigt den Endbetrag, die angelegte Summe, die Zinsen und die effektive Jahresrendite.
So werden die Zinsen berechnet
Werden die Zinsen dem Festgeld gutgeschrieben, rechnet jede weitere Periode mit einem höheren Betrag:
Endbetrag = K × (1 + p ÷ m)^(m × n)
K ist der Anlagebetrag, p der Jahreszins als Dezimalzahl, m die Zahl der Gutschriften pro Jahr und n die Laufzeit in Jahren.
Mit den Standardwerten, 10.000 € zu 2,5 % über fünf Jahre:
| Zinsgutschrift | Endbetrag | Zinsen | Effektive Rendite |
|---|---|---|---|
| Jährlich | 11.314 € | 1.314 € | 2,50 % |
| Monatlich | 11.330 € | 1.330 € | 2,53 % |
| Einfache Zinsen (Auszahlung) | 11.250 € | 1.250 € | 2,38 % |
Monatliche Gutschrift bringt in fünf Jahren rund 16 € mehr als jährliche. Bei Auszahlung der Zinsen ist der Ertrag niedriger, weil die ausgezahlten Zinsen im Festgeld nicht weiterarbeiten. Legen Sie sie auf einem Tagesgeldkonto an, holen Sie einen Teil des Unterschieds wieder herein.
Viele Banken in Deutschland zahlen die Zinsen bei mehrjährigem Festgeld jährlich aus. Für diese Angebote wählen Sie einfache Zinsen.
Die Laufzeit wählen
Banken bieten für jede Laufzeit einen eigenen Zins, und die längste ist nicht immer die beste. Erwartet der Markt sinkende Zinsen, zahlen sechs oder zwölf Monate oft mehr als drei Jahre. Beispiel mit 10.000 € und Zinsauszahlung:
| Laufzeit | Zinssatz | Zinsen | Endbetrag |
|---|---|---|---|
| 6 Monate | 2,75 % | 138 € | 10.138 € |
| 1 Jahr | 2,50 % | 250 € | 10.250 € |
| 2 Jahre | 2,25 % | 450 € | 10.450 € |
| 3 Jahre | 2,00 % | 600 € | 10.600 € |
Das sind Beispiele, keine echten Angebote. Bedenken Sie außerdem:
- Festgeld ist in der Regel nicht vorzeitig kündbar. Sie kommen erst zum Laufzeitende an Ihr Geld.
- Manche Banken verlängern das Festgeld automatisch zum dann gültigen Zins, wenn Sie nicht widersprechen.
- Eine Festgeld-Leiter, also mehrere Festgelder mit gestaffelten Laufzeiten, gibt Ihnen jedes Jahr Zugriff auf einen Teil und glättet Zinsschwankungen.
Steuern auf Zinsen
Zinsen sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 %, zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer sind das 26,375 % der Zinsen. Deutsche Banken behalten die Steuer direkt ein.
Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr, 2.000 € für zusammen veranlagte Paare. Damit die Bank keine Steuer abzieht, erteilen Sie ihr einen Freistellungsauftrag bis zu diesem Betrag. Haben Sie Konten bei mehreren Banken, verteilen Sie den Pauschbetrag auf die Freistellungsaufträge. Wer insgesamt so wenig verdient, dass keine Einkommensteuer anfällt, kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen.
Bei ausländischen Banken, die über Zinsplattformen angeboten werden, wird oft keine deutsche Abgeltungsteuer einbehalten. Die Zinsen müssen dann in der Steuererklärung in der Anlage KAP angegeben werden.
Der Rechner zeigt Bruttowerte. Liegen Ihre Zinsen über dem Freibetrag, multiplizieren Sie den übersteigenden Teil mit rund 0,74, um den Nettobetrag zu schätzen.
Rechenbeispiel mit Steuern
Sie legen 50.000 € für ein Jahr zu 2,5 % an und erhalten 1.250 € Zinsen. Haben Sie Ihren Sparerpauschbetrag von 1.000 € noch nicht anderweitig genutzt, bleiben 1.000 € steuerfrei. Auf die restlichen 250 € fallen 25 % Abgeltungsteuer an, also 62,50 €, dazu 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer, also 3,44 €. Ohne Kirchensteuer erhalten Sie damit rund 1.184 € netto. Wer den Freibetrag bereits mit Dividenden aus einem ETF-Depot ausgeschöpft hat, zahlt auf die vollen 1.250 € Steuer und behält rund 920 €.
Die Festgeld-Leiter
Statt 40.000 € auf einmal für vier Jahre anzulegen, können Sie vier Festgelder zu je 10.000 € mit einem, zwei, drei und vier Jahren Laufzeit abschließen. Jedes Jahr wird eines fällig. Brauchen Sie das Geld nicht, legen Sie es für vier Jahre neu an. Nach einigen Jahren laufen alle Festgelder vier Jahre, die meist besser verzinst sind, und trotzdem wird jedes Jahr eines frei. Das verbindet höhere Zinsen langer Laufzeiten mit regelmäßigem Zugriff und verteilt das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt alles festzulegen.
Festgeld über Zinsplattformen
Zinsportale vermitteln Festgeld bei Banken aus ganz Europa, oft mit höheren Zinsen als deutsche Banken. Sie eröffnen dabei nur ein Konto beim Portal und können dort Angebote verschiedener Banken abschließen. Achten Sie auf drei Punkte: das Land der Bank und seine Einlagensicherung, die steuerliche Behandlung, weil häufig keine deutsche Abgeltungsteuer einbehalten wird, und mögliche Quellensteuern im Ausland, die Sie unter Umständen zurückfordern oder anrechnen lassen müssen.
Einlagensicherung
Einlagen bei Banken in der Europäischen Union sind gesetzlich bis 100.000 € pro Person und Bank geschützt, einschließlich Zinsen. In Deutschland kommen bei vielen Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken freiwillige Sicherungssysteme hinzu. Bei Festgeld über Zinsplattformen gilt die Einlagensicherung des Landes, in dem die Bank sitzt. Prüfen Sie dessen Kreditwürdigkeit, denn im Ernstfall zahlt der nationale Sicherungsfonds. Verteilen Sie große Beträge auf mehrere Banken.
Festgeld, Tagesgeld und Bundeswertpapiere
- Tagesgeld ist täglich verfügbar, aber der Zins kann sich jederzeit und ohne Vorankündigung ändern. Es eignet sich für die Notreserve.
- Festgeld sichert einen Zins für die Laufzeit, dafür ist das Geld gebunden.
- Bundesanleihen und unverzinsliche Schatzanweisungen des Bundes sind eine sichere Alternative, die über ein Depot gekauft wird. Ihre Rendite ändert sich mit dem Markt, und vor Fälligkeit kann der Kurs schwanken.
Für monatliches Sparen statt einer Einmalanlage nutzen Sie den Sparplan-Rechner. Für Geld, das Sie zehn Jahre oder länger nicht brauchen, vergleichen Sie mit dem Rechner für monatliches Investieren, aber bedenken Sie, dass Fondsrenditen nicht garantiert sind. Für die Altersvorsorge zeigt der Altersvorsorge-Rechner, wie jährliche Einzahlungen langfristig wachsen.
Festgeld für Kinder
Auch für Kinder kann ein Festgeld sinnvoll sein, etwa für Geldgeschenke zur Geburt oder Konfirmation. Auf den Namen des Kindes angelegt, steht ihm ein eigener Sparerpauschbetrag zu, und bei geringen Einkünften kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung beantragt werden. Bedenken Sie aber, dass das Geld dann rechtlich dem Kind gehört. Für längere Zeiträume bis zur Volljährigkeit bringt ein breit gestreuter ETF-Sparplan in der Vergangenheit meist mehr als Festgeld, mit dem entsprechenden Risiko.
Realzins und Inflation
Entscheidend ist am Ende, was Sie für das Geld kaufen können. Bringt ein Festgeld 2,5 % und beträgt die Inflation 2 %, bleibt real ein kleiner Gewinn, nach Steuern womöglich gar keiner. Festgeld schützt Geld, das Sie in absehbarer Zeit brauchen. Für langfristigen Vermögensaufbau reicht es meist nicht aus.
Vorsicht bei Lockangeboten
Sehr hohe Zinsen gibt es manchmal nur für Neukunden, für kurze Laufzeiten oder in Kombination mit einem Fonds oder einer Versicherung. Rechnen Sie den Festgeldteil und die Kosten des anderen Produkts getrennt durch. Seien Sie außerdem vorsichtig bei Festgeldangeboten per E-Mail oder Telefon mit Zinsen weit über dem Markt: Betrüger fälschen gern Webseiten bekannter Banken. Prüfen Sie in der Unternehmensdatenbank der BaFin, ob ein Anbieter tatsächlich zugelassen ist.
Eine einfache Aufteilung, die sich bewährt hat: drei bis sechs Monatsausgaben als Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto, Geld für geplante Ausgaben in den nächsten ein bis fünf Jahren im Festgeld mit passender Laufzeit, und langfristiges Vermögen in einem breit gestreuten Depot. So ist jeder Euro dort, wo er zu seinem Zweck und zu seinem Zeithorizont passt, und Sie müssen in einer Notlage nichts zur falschen Zeit verkaufen.
Der Rechner läuft in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden weder gespeichert noch übertragen.
Häufige Fragen
Wie viel Zinsen bringen 10.000 € Festgeld für ein Jahr?
Bei 2,5 % sind es 250 € vor Steuern. Liegen Ihre gesamten Kapitalerträge im Jahr unter dem Sparerpauschbetrag und haben Sie einen Freistellungsauftrag erteilt, bleiben die 250 € steuerfrei. Darüber werden rund 26,4 % abgezogen.
Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
In der Regel nicht. Festgeld ist für die vereinbarte Laufzeit gebunden. Einige Banken erlauben in Härtefällen eine vorzeitige Auflösung gegen einen deutlich niedrigeren Zins. Legen Sie deshalb nur Geld an, das Sie während der Laufzeit nicht brauchen.
Was ist der Sparerpauschbetrag?
Ein Freibetrag für Kapitalerträge von 1.000 € pro Person und Jahr, 2.000 € für Ehepaare. Bis zu dieser Summe zahlen Sie auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne keine Steuer, wenn Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen.
Ist Festgeld bei ausländischen Banken sicher?
Innerhalb der EU sind bis 100.000 € pro Person und Bank gesetzlich geschützt, aber durch den Sicherungsfonds des jeweiligen Landes. Wie schnell und zuverlässig er zahlt, hängt von der Finanzkraft dieses Landes ab. Viele Anleger bevorzugen deshalb Banken aus Ländern mit gutem Rating.
Festgeld oder Tagesgeld?
Tagesgeld ist jederzeit verfügbar, sein Zins kann sich aber ändern. Festgeld bietet einen festen Zins, dafür ist das Geld gebunden. Für die Notreserve eignet sich Tagesgeld, für Geld mit festem Zeitpunkt der Verwendung Festgeld.
Verlängert sich Festgeld automatisch?
Bei manchen Banken ja, zum dann gültigen Zins, der deutlich niedriger sein kann. Prüfen Sie die Bedingungen und geben Sie rechtzeitig Bescheid, wenn Sie keine Verlängerung wollen.

