Tilgungsplan-Rechner

Geben Sie die Kreditdaten und den Monat der ersten Rate ein. Der Plan listet jede Zahlung mit Tilgungs- und Zinsanteil und der verbleibenden Restschuld, nach Jahren gruppiert oder Monat für Monat. Laden Sie ihn als CSV herunter.

So nutzen Sie den Tilgungsplan

  1. Geben Sie den Kreditbetrag ein, also die ausgezahlte Summe, nicht den Kaufpreis.
  2. Geben Sie den gebundenen Sollzins aus dem Darlehensvertrag ein.
  3. Wählen Sie die Laufzeit in Jahren.
  4. Wählen Sie den Monat der ersten Rate. Bei Baufinanzierungen ist das meist der Monat nach der vollständigen Auszahlung.
  5. Wählen Sie die Jahresansicht für einen Überblick oder die Monatsansicht für jede einzelne Rate.

Über der Tabelle sehen Sie die Monatsrate, das Datum der letzten Rate, die Gesamtzinsen, den Gesamtbetrag und die Zinsen im ersten Jahr. Mit dem CSV-Knopf laden Sie den vollständigen Plan herunter, etwa für Excel oder LibreOffice, und können eigene Sondertilgungen ergänzen.

Was die Spalten bedeuten

  • Rate: die gleichbleibende Monatszahlung aus Zins und Tilgung.
  • Zinsen: Restschuld zu Monatsbeginn mal Monatszins (Sollzins ÷ 12).
  • Tilgung: Rate minus Zinsen. Dieser Teil verringert Ihre Schuld.
  • Restschuld: was Sie nach der Rate noch schulden.

In der Jahresansicht sind Zinsen und Tilgung die Summe der zwölf Raten des Jahres, die Restschuld ist der Stand am Jahresende.

Ein Rechenbeispiel

Standardkredit: 250.000 € zu 3,5 % über 20 Jahre. Die Rate beträgt 1.449,90 €.

  • Monat 1: 729,17 € Zinsen und 720,73 € Tilgung. Die Restschuld sinkt auf 249.279,27 €.
  • Jahr 1: Sie zahlen 17.398,80 €, davon rund 8.610 € Zinsen und rund 8.789 € Tilgung.
  • Ende Jahr 5: Restschuld rund 202.816 €.
  • Ende Jahr 10: Restschuld rund 146.624 €.
  • Ende Jahr 15: Restschuld rund 79.701 €.

Nach der Hälfte der Laufzeit haben Sie gut 41 % des Kredits getilgt. Bei moderaten Zinsen wie hier überwiegt die Tilgung fast von Anfang an. Bei hohen Zinsen oder niedriger Tilgung ist das Verhältnis in den ersten Jahren deutlich ungünstiger.

Warum sich die Aufteilung verschiebt

Die Zinsen jedes Monats werden auf die noch offene Schuld berechnet. Am Anfang ist das der volle Kredit, deshalb nehmen die Zinsen einen großen Teil der Rate ein. Jede Rate verringert die Schuld etwas, das senkt die Zinsen im Folgemonat und lässt bei gleicher Rate mehr für die Tilgung übrig. Das ist das Prinzip des Annuitätendarlehens, der in Deutschland üblichsten Kreditform.

Je länger die Laufzeit, desto stärker der Effekt. Bei 250.000 € zu 3,5 % über 30 Jahre tilgt die erste Rate von 1.122,61 € nur 393,45 €, nach fünf Jahren sind noch rund 224.243 € offen. Über 15 Jahre tilgt die erste Rate 1.058,04 €, nach fünf Jahren bleiben rund 180.734 €.

Wofür Sie den Plan brauchen

Sondertilgungen planen. Jeder Euro, den Sie vorzeitig zurückzahlen, verursacht für die restliche Laufzeit keine Zinsen mehr. Deshalb lohnen sich Sondertilgungen früh am meisten: 10.000 € im zweiten Jahr eines 20-jährigen Kredits sparen rund 18 Jahre Zinsen auf diesen Betrag, im 18. Jahr nur noch zwei. Der Sondertilgungsrechner vergleicht kürzere Laufzeit und niedrigere Rate.

Anschlussfinanzierung vorbereiten. Die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist der Betrag, den Sie neu finanzieren müssen. Mit dem Umschuldungsrechner sehen Sie, ob sich ein Wechsel lohnt.

Verkauf der Immobilie. Die Restschuld zum Verkaufsdatum zuzüglich aufgelaufener Zinsen und gegebenenfalls einer Vorfälligkeitsentschädigung ist ungefähr das, was aus dem Kaufpreis an die Bank geht.

Steuern bei Vermietung. Vermieten Sie die Immobilie, sind die Schuldzinsen als Werbungskosten absetzbar. Die Jahresspalte gibt Ihnen eine Schätzung, maßgeblich ist die Zinsbescheinigung der Bank.

Den Plan der Bank prüfen

Die Bank stellt Ihnen mit dem Vertrag einen Tilgungsplan zur Verfügung, viele zeigen ihn auch im Onlinebanking. Vergleichen Sie ihn mit diesem Plan. Beide sollten bis auf wenige Cent übereinstimmen, wenn Sie Kreditbetrag, Sollzins und erste Rate aus dem Vertrag verwendet haben.

Typische Gründe für Abweichungen:

  • Die Bank hat eine runde Rate aus Zins und anfänglicher Tilgung vereinbart statt einer festen Laufzeit.
  • Es gab bereits Sondertilgungen oder einen Tilgungssatzwechsel.
  • Bereitstellungszinsen oder Zinsen für einen angebrochenen Monat am Anfang.
  • Die Bank rechnet nach der 30/360-Methode, bei der jeder Monat 30 Tage hat.

Wenn die Zinsen in einem normalen Monat nicht zur Restschuld mal Monatszins passen, bitten Sie die Bank schriftlich um eine Erklärung. Hilft das nicht, können Sie sich an die Schlichtungsstelle Ihres Bankenverbands wenden.

Annuitätendarlehen mit fester Rate

Viele Baufinanzierungen werden nicht mit einer Laufzeit vereinbart, sondern mit einem Sollzins und einer anfänglichen Tilgung, etwa 3,5 % plus 2 %. Die Rate liegt dann fest, und die Laufzeit ergibt sich daraus. Um diesen Fall nachzubilden, suchen Sie die Laufzeit, bei der der Rechner ungefähr Ihre Rate zeigt. Bei 250.000 € zu 3,5 % mit 2 % Tilgung beträgt die Rate 1.145,83 €, und der Kredit wäre bei unverändertem Zins nach rund 29 Jahren getilgt.

Zinsbindung und Anschlussfinanzierung

Der Plan geht von einem festen Zins über die gesamte Laufzeit aus. In Deutschland ist der Zins meist für 10, 15 oder 20 Jahre gebunden. Für die Zeit danach erstellen Sie einen neuen Plan mit der Restschuld am Ende der Zinsbindung, dem neuen Zins und der verbleibenden Laufzeit. So sehen Sie, wie sich ein höherer oder niedrigerer Anschlusszins auf Rate und Gesamtkosten auswirkt.

Ein Beispiel: Bei 250.000 € zu 3,5 % und 2 % Tilgung bleiben nach zehn Jahren rund 190.236 € offen. Steigt der Zins für die Anschlussfinanzierung auf 4,5 %, steigt bei gleicher Restlaufzeit die Rate spürbar. Liegt er bei 3 %, sinkt sie. Ein Forward-Darlehen kann sich den Zins schon Jahre vorher sichern. Dafür verlangt die Bank meist einen Zinsaufschlag, der mit der Vorlaufzeit steigt, oft einige Hundertstel Prozentpunkte pro Monat.

Tilgungssatzwechsel und Ratenpause

Viele Darlehensverträge erlauben einen ein- oder mehrmaligen Tilgungssatzwechsel, also eine höhere oder niedrigere Tilgung ab einem bestimmten Zeitpunkt, oft kostenlos. Eine höhere Tilgung wirkt wie eine laufende Sondertilgung: Die Laufzeit sinkt und mit ihr die Gesamtzinsen. Eine niedrigere Tilgung entlastet das Budget, etwa während einer Elternzeit, verlängert aber die Laufzeit. Erstellen Sie für den Zeitraum nach dem Wechsel einfach einen neuen Plan mit der dann aktuellen Restschuld.

Eine Ratenpause oder Tilgungsaussetzung, die manche Banken anbieten, verschiebt die Tilgung nach hinten. Die Zinsen laufen in dieser Zeit weiter, und die Restschuld sinkt nicht. Danach steigt die Rate oder die Laufzeit verlängert sich.

Die 30/360-Methode

Viele deutsche Banken rechnen nach der 30/360-Methode: Jeder Monat hat 30 Tage, das Jahr 360. Bei monatlichen Raten ergibt das genau den Monatszins, den auch dieser Rechner verwendet. Abweichungen entstehen nur in angebrochenen Monaten, etwa zwischen Auszahlung und erster Rate. Rechnet eine Bank taggenau nach act/360, liegen die Zinsen leicht über denen dieses Plans.

Zwei Pläne vergleichen

Zwei Pläne nebeneinander helfen bei Entscheidungen. Vergleichen Sie 20 und 25 Jahre für denselben Betrag und schauen Sie auf die Restschuld nach zehn Jahren: Bei 250.000 € zu 3,5 % bleiben über 20 Jahre rund 146.624 €, über 25 Jahre rund 175.072 €, also rund 28.400 € mehr Schulden für eine um rund 198 € niedrigere Rate.

Andere Kredite

Jeder Kredit mit festem Zins und gleichen Raten folgt demselben Muster: Ratenkredite, Autokredite, Modernisierungskredite. Wenn Ihnen Zinsen auf das Anfangskapital angeboten werden, rechnen Sie sie zuerst mit dem Nominalzins-Effektivzins-Rechner um. Für die Rate allein ist der Kreditrechner schneller.

Bewahren Sie die CSV zusammen mit Vertrag, Zinsbescheinigungen und Kontoauszügen auf. Wenn Sie später eine Sondertilgung, eine Umschuldung oder einen Verkauf planen, haben Sie den Sollverlauf sofort zur Hand und können prüfen, ob die Bank alle Zahlungen richtig verbucht hat. Gerade nach mehreren Jahren und einem Tilgungssatzwechsel ist das eine echte Hilfe.

Der Plan wird in Ihrem Browser berechnet. Ihre Eingaben werden nicht übertragen.

Häufige Fragen

Was ist ein Tilgungsplan?

Eine Tabelle aller Raten eines Kredits, mit Zinsanteil, Tilgungsanteil und Restschuld nach jeder Zahlung. Banken stellen ihn mit dem Vertrag zur Verfügung. Hier können Sie einen gleichwertigen Plan mit den Daten Ihres Vertrags erstellen.

Warum sinkt die Restschuld anfangs so langsam?

Weil die Zinsen auf die gesamte Restschuld berechnet werden, die am Anfang dem vollen Kredit entspricht. Je höher der Zins und je niedriger die Tilgung, desto größer ist der Zinsanteil in den ersten Raten.

Wie hoch ist meine Restschuld nach Ende der Zinsbindung?

Wechseln Sie zur Jahresansicht und lesen Sie die Restschuld im letzten Jahr der Zinsbindung ab. Wenn Ihr Vertrag eine Rate aus Zins und anfänglicher Tilgung vorsieht, passen Sie die Laufzeit so an, dass die Rate übereinstimmt.

Kann ich Sondertilgungen in den Plan einbauen?

Dieser Plan zeigt nur die regulären Raten. Laden Sie die CSV herunter und ergänzen Sie eine Spalte für Sondertilgungen, oder nutzen Sie den Sondertilgungsrechner, der Zinsersparnis und verkürzte Laufzeit zeigt.

Wie erfahre ich die Zinsen eines Jahres für die Steuer?

Die Jahresansicht zeigt die Zinsen je Kreditjahr, das mit der ersten Rate beginnt. Für die Steuererklärung bei Vermietung nutzen Sie die jährliche Zinsbescheinigung der Bank, die das Kalenderjahr abbildet.

Warum weicht mein Plan um Cent ab?

Wegen Rundungen. Banken runden die Zinsen jeden Monat auf den Cent, manche auch die Rate. Über Hunderte Raten summieren sich die Differenzen zu wenigen Euro, die mit der letzten Rate ausgeglichen werden. Größere Abweichungen deuten auf einen anderen Zins, Betrag oder Starttermin hin.