Sparplan-Rechner

Geben Sie die monatliche Sparrate, den Zinssatz und die Anzahl der Monate ein. Der Rechner summiert Ihre Einzahlungen und die Zinsen, die jede Einzahlung bis zum Enddatum erwirtschaftet.

So nutzen Sie den Sparplan-Rechner

  1. Monatliche Sparrate: der Betrag, den Sie jeden Monat zurücklegen, zum Beispiel per Dauerauftrag am Tag nach dem Gehaltseingang.
  2. Zinssatz: der Jahreszins des Tagesgeldkontos, Banksparplans oder Sparbuchs.
  3. Laufzeit: die Zahl der Monate, von 6 bis 120.
  4. Zinsgutschrift: wie oft die Zinsen dem Konto gutgeschrieben werden. Viele Tagesgeldkonten schreiben monatlich oder vierteljährlich gut, Sparbücher und viele Banksparpläne jährlich.

Das Ergebnis zeigt den Endbetrag, die Summe Ihrer Einzahlungen und die Zinsen.

So wird gerechnet

Der Rechner geht davon aus, dass jede Einzahlung zu Monatsbeginn eingeht und bis zum Ende des Sparplans zum angegebenen Zins verzinst wird. Dann addiert er, was aus jeder Einzahlung geworden ist:

  • Die erste Einzahlung bringt Zinsen über die gesamte Laufzeit.
  • Die zweite einen Monat weniger.
  • Die letzte nur einen Monat.

Mit den Standardwerten, 500 € im Monat zu 2 % über 60 Monate bei monatlicher Gutschrift:

  • Einzahlungen: 30.000 €
  • Zinsen: rund 1.576 €
  • Endbetrag: rund 31.576 €

Das ist deutlich weniger als 2 % pro Jahr auf 30.000 € über fünf Jahre, weil Ihr Geld im Durchschnitt nur die Hälfte der Zeit auf dem Konto liegt. Eine schnelle Schätzung mit „Zins mal Gesamtsumme“ überschätzt die Zinsen deshalb deutlich.

Wie sich das Ergebnis verändert

Sparrate Zins Monate Eingezahlt Zinsen Endbetrag
500 € 2 % 12 6.000 € 65 € 6.065 €
500 € 2 % 36 18.000 € 566 € 18.566 €
500 € 2 % 60 30.000 € 1.576 € 31.576 €
500 € 1 % 60 30.000 € 775 € 30.775 €
500 € 3 % 60 30.000 € 2.404 € 32.404 €
300 € 2 % 120 36.000 € 3.882 € 39.882 €

Zwei Erkenntnisse. Die Zinsen wachsen mit der Zeit schneller als die Einzahlungen, weil die späten Monate auf einen höheren Kontostand verzinst werden. Und der Zins macht viel aus: Von 1 % auf 3 % verdreifachen sich die Zinsen bei gleichen Einzahlungen. Viele Girokonten und Sparbücher großer Banken zahlen kaum etwas, ein Vergleich lohnt sich.

Die Häufigkeit der Zinsgutschrift spielt dagegen kaum eine Rolle. Dieselben 500 € im Monat zu 2 % über 60 Monate ergeben bei monatlicher Gutschrift rund 31.576 € und bei jährlicher Gutschrift rund 31.561 €, also 15 € Unterschied.

Für ein Ziel sparen

Der Rechner hilft beim Sparen für ein konkretes Vorhaben:

  • einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben,
  • das Eigenkapital für eine Immobilie und die Kaufnebenkosten,
  • ein Auto, ohne Kredit,
  • eine Hochzeit, einen Umzug oder eine größere Reise,
  • Steuernachzahlungen, wenn Sie selbstständig sind und Vorauszahlungen nicht ausreichen.

Um die nötige Sparrate zu finden, teilen Sie das Ziel durch die Zahl der Monate und ziehen etwas für die Zinsen ab. Für 15.000 € in drei Jahren bei 2 % wären es rechnerisch 417 € im Monat. Mit rund 410 € im Monat erreichen Sie aber bereits etwa 15.224 €, weil die Zinsen knapp 460 € beisteuern.

Welche Sparform passt?

  • Tagesgeld: täglich verfügbar, Zinsen variabel, ideal für den Notgroschen und monatliches Sparen. Achten Sie auf Lockangebote, die nur wenige Monate gelten.
  • Banksparplan: feste monatliche Rate, oft mit steigendem Zins oder Bonus über die Jahre, aber mit eingeschränkter Verfügbarkeit.
  • Sparbuch: einfach, aber meist sehr niedrig verzinst und mit begrenzter monatlicher Auszahlung ohne Kündigung.
  • Bausparvertrag: Ansparen mit niedrigem Guthabenzins, dafür später Anspruch auf ein Darlehen zu einem festen Zins. Interessant, wenn Sie in einigen Jahren bauen oder modernisieren wollen.
  • Festgeld: fester Zins, aber nur für Einmalbeträge. Wer eine Summe hat, findet die Rechnung im Festgeld-Rechner. Viele kombinieren beides: monatlich auf Tagesgeld sparen und einmal im Jahr einen Teil ins Festgeld umschichten.

Für Geld, das Sie fünf bis zehn Jahre nicht brauchen, kann ein ETF-Sparplan mehr bringen, mit Kursschwankungen. Der Rechner für monatliches Investieren zeigt Szenarien. Für die Altersvorsorge hilft der Altersvorsorge-Rechner.

Beispiel: Eigenkapital für die eigene Wohnung

Ein Paar möchte in fünf Jahren eine Wohnung für 320.000 € kaufen. Die Kaufnebenkosten liegen je nach Bundesland bei rund 30.000 € bis 40.000 €, und die Bank wünscht zusätzlich 10 % Eigenkapital, also 32.000 €. Zusammen sind das rund 65.000 €. Mit 10.000 € bereits auf dem Tagesgeld bleiben 55.000 € in 60 Monaten. Teilt man 55.000 € durch 60, ergibt das knapp 917 € im Monat. Bei 2 % Zins genügen etwas weniger, weil die Zinsen einen Teil beisteuern, und auch die vorhandenen 10.000 € bringen in fünf Jahren Zinsen. Probieren Sie verschiedene Raten im Rechner aus, bis der Endbetrag passt, und rechnen Sie die Zinsen auf das vorhandene Guthaben mit dem Festgeld-Rechner hinzu.

Steigt das Ziel, etwa weil Preise oder Zinsen sich ändern, passen Sie die Rate an. Ein Sparziel ist keine starre Zahl, sondern ein Plan, den Sie jedes Jahr überprüfen.

Vermögenswirksame Leistungen

Viele Arbeitgeber zahlen vermögenswirksame Leistungen, meist bis zu 40 € im Monat, wenn Sie einen passenden Vertrag abschließen, etwa einen Banksparplan, einen Bausparvertrag oder einen Fondssparplan. Bei Einkommen unter bestimmten Grenzen kommt die Arbeitnehmersparzulage des Staates hinzu, für Fondssparpläne und Bausparverträge in unterschiedlicher Höhe. Das ist Geld, das Sie sonst verschenken. Fragen Sie in der Personalabteilung nach, und tragen Sie die gesamte monatliche Rate in den Rechner ein.

Lockangebote beim Tagesgeld

Viele Banken werben mit hohen Tagesgeldzinsen für Neukunden, die nur drei bis sechs Monate gelten und oft nur bis zu einem Höchstbetrag. Danach fällt der Zins auf das normale, deutlich niedrigere Niveau. Wer regelmäßig spart, sollte deshalb eher auf einen dauerhaft ordentlichen Zins achten als auf den kurzfristigen Spitzenwert. Ein Wechsel lohnt sich trotzdem, wenn Sie bereit sind, das Konto alle paar Monate umzuziehen. Setzen Sie im Rechner zur Sicherheit den Zins ein, der nach dem Aktionszeitraum gilt.

Zinsänderungen

Tagesgeldzinsen folgen den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank. Senkt die EZB die Zinsen, ziehen die Banken meist innerhalb weniger Wochen nach, umgekehrt ebenso. Über fünf Jahre bleibt der heutige Zins wahrscheinlich nicht gleich. Rechnen Sie vorsichtig mit dem aktuellen Zins und mit ein bis zwei Prozentpunkten weniger. Erreichen Sie Ihr Ziel in beiden Fällen, ist der Plan solide.

Steuern und Einlagensicherung

Zinsen sind Kapitalerträge. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr, 2.000 € für Ehepaare, bleiben sie steuerfrei, wenn Sie der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Darüber behält die Bank Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ein, ohne Kirchensteuer zusammen 26,375 %. Der Rechner zeigt Bruttowerte. Einlagen sind in der EU gesetzlich bis 100.000 € pro Person und Bank geschützt.

Unregelmäßiges Einkommen

Schwankt Ihr Einkommen, etwa als Selbstständiger oder mit Provisionen, kann eine feste Sparrate in schwachen Monaten schwerfallen. Setzen Sie die Rate so an, dass Sie sie auch im schlechtesten Monat schaffen, und zahlen Sie in guten Monaten zusätzlich ein. Jede Zusatzeinzahlung arbeitet für die restliche Zeit: 2.000 € extra bei noch zwei Jahren Laufzeit und 2 % bringen am Ende rund 82 € Zinsen. Alternativ sparen Sie einen festen Prozentsatz jeder Einnahme, etwa 10 %, und tragen den Durchschnitt als Monatsrate ein.

So halten Sie durch

Am zuverlässigsten sparen Sie, wenn es automatisch passiert:

  • Richten Sie einen Dauerauftrag für den Tag nach dem Gehaltseingang ein, damit das Geld weg ist, bevor Sie es ausgeben.
  • Nutzen Sie ein separates Konto, am besten bei einer anderen Bank, damit Sie das Ersparte nicht neben dem Girokonto sehen.
  • Erhöhen Sie die Rate bei jeder Gehaltserhöhung, auch wenn es nur wenig ist.
  • Geben Sie dem Konto den Namen des Ziels. Das klingt banal, hilft aber vielen, die Finger davon zu lassen.

Haben Sie teure Schulden, etwa einen Dispokredit, bringt es fast immer mehr, diese zuerst zu tilgen, als zu 2 % zu sparen. Halten Sie ein kleines Polster und nutzen Sie den Rest für die Tilgung.

Der Rechner läuft in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden weder gespeichert noch übertragen.

Häufige Fragen

Wie viel habe ich, wenn ich fünf Jahre lang 500 € im Monat spare?

Bei 2 % und monatlicher Gutschrift rund 31.576 €: 30.000 € Einzahlungen und rund 1.576 € Zinsen vor Steuern. Bei 3 % wären es rund 32.404 €, bei 1 % rund 30.775 €.

Warum sind die Zinsen niedriger als Zins mal Gesamtsumme?

Weil jede Einzahlung erst ab ihrem Monat verzinst wird. Die erste liegt die ganze Laufzeit auf dem Konto, die letzte nur einen Monat. Im Durchschnitt ist das Geld die Hälfte der Zeit angelegt, daher sind die Zinsen etwa halb so hoch.

Spielt der Einzahlungstag eine Rolle?

Kaum. Der Rechner geht von einer Einzahlung zu Monatsbeginn aus, jede Rate bekommt also einen Monat mehr Zinsen als bei einer Einzahlung zum Monatsende. Bei 500 € im Monat zu 2 % über fünf Jahre macht das rund 50 € aus.

Tagesgeld oder Banksparplan?

Tagesgeld ist flexibel und jederzeit verfügbar, der Zins kann sich aber ändern. Ein Banksparplan bietet oft feste oder steigende Zinsen, bindet das Geld aber stärker. Für den Notgroschen eignet sich Tagesgeld, für ein festes Sparziel kann ein Sparplan passen.

Muss ich auf Sparzinsen Steuern zahlen?

Erst oberhalb des Sparerpauschbetrags von 1.000 € pro Person und Jahr, wenn Sie einen Freistellungsauftrag erteilt haben. Darüber fällt Abgeltungsteuer an, die die Bank direkt einbehält.

Wie hoch sollte mein Notgroschen sein?

Üblich sind drei bis sechs Monatsausgaben, für Selbstständige oder Alleinverdiener eher mehr. Rechnen Sie Ihre festen Ausgaben pro Monat zusammen, multiplizieren Sie mit der gewünschten Zahl an Monaten und prüfen Sie mit dem Rechner, wie lange Sie dafür sparen müssen.